Kleine Orgelgeschichte von St. Lorenz

Ihr romantischer Klang prägte nicht nur Bernhard Mettenleiter, auch dem jungen, später berühmten Dirigenten Eugen Jochum, dessen Vater zu Beginn des 20. Jahrhunderts Chordirektor an St. Lorenz war, wurde der Klang der Lorenzorgel zum tief sitzenden Erlebnis.

Umbau durch Josef Zeilhuber
Die orgelreformatorischen Ansätze eines Albert Schweitzer oder Emile Rupp, mit der Tendenz weg von dunklen romantischen Klängen hin zu leichten und glitzernden barocken Farben, hatten auch Einfluss auf die damaligen V erantwortlichen an St. Lorenz, allen voran der neue Chordirektor Dr. Franz Lehrndorfer (1924 – 1955). Der Wunsch nach klanglichen Veränderungen ging einher mit einer nötigen technischen Sanierung des Instruments. Mit diesem Großprojekt wurde Ende der 1930er Jahre Josef Zeilhuber aus Altstädten beauftragt. Auf Basis des walckerschen Instruments schuf Zeilhuber in den Jahren 1938 bis 1940 die noch heute bestehende Orgel. Dazu verwendete er fast das gesamte Pfeifenwerk und alle Windladen Walckers. Er baute weitere Laden, vor allem für das neue III. Manual, und bestellte einen neuen Spieltisch. Der bekannte Münchener Bildhauer Hans Miller wurde seitens der Gemeinde mit dem Entwurf eines neuen Prospektes beauftragt. Dieser neobarocke Prospekt fügt sich geschmeidig dem Gewölbe an. Die Orgel erhielt nun 64 klingende Stimmen, mit ca. 4.800 Pfeifen.

Hauptorgel
Hauptorgel

Die Disposition ist folgende:

Disposition Hauptorgel Zellhuber
Disposition Hauptorgel Zellhuber