Zusammenfassende Überlegungen

Mit dem nötigen Um- bzw. Neubau der drei Instrumente von St. Lorenz entsteht eine für Liturgie und Konzert einmalige Situation, die es erlaubt die Orgelmusik vom Frühbarock bis in die Moderne adäquat darzustellen. Die süddeutsche Klangkultur mit einer Vielzahl mischfähiger und differenzierter Labialregister in allen Lagen bildet dabei die Richtschnur der Orgeltrias. Die drei Instrumente verstehen sich nicht als Gegensatz sondern als Continuum. Traditionelles Handwerk und modernste Technik verschmelzen zu einer einzigartigen Anlage. Die Kompositionen der an St. Lorenz tätigen Musiker wie P. Thomas Eisenhuet (Südorgel), Franz Xaver Richter, Josef Anton Auffmann erklingen dann im authentischen Klanggewand (Nordorgel). Auf der Hauptorgel kann endlich die Musik sowohl Johann Sebastian Bachs als auch Felix Mendelssohn Bartholdys sowie der deutschen Romantik überzeugend interpretiert werden. Und auch Ausflüge in die beliebte französische Romantik werden besser möglich: zwar nicht mit authentisch französischem Klang, aber überzeugend mit bayerisch-schwäbischem Akzent!